2. Juni 2012, 20 Uhr in Baden (Trafo-Halle) 3. Juni 2012, 17 Uhr in Suhr (Bärenmatte) 5. Juni 2012, 20 Uhr in Suhr (Bärenmatte) 6. Juni 2012, 17 Uhr in Möriken (Gemeindesaal)
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Churer Domorgelsommer 2011 in memoriam Marcel Dupré (1886-1971)
Die Dommusik Chur veranstaltet im Spätsommer erstmalig einen „Domorgelsommer“ in der Kathedrale. Im relativ kurzen, aber gehaltvollen Musikfestival werden im Zeitraum zwischen dem 24. August und dem 4. September mit Daniel Roth (Paris), Wolfgang Seifen (Berlin) und Colin Walsh (Lincoln) führende Organistenpersönlichkeiten Europas an der neuen Kuhn-Orgel der Kathedrale Chur zu Gast sein. Andreas Jetter, seit Oktober 2010 Dommusikdirektor an der Kathedrale Chur, wird als Leiter des Festivals ebenfalls ein Konzertprogramm darbieten.
Die Künstler des diesjährigen Domorgelsommers widmen ihre Programme inhaltlich ganz dem Wirken und Schaffen einer der berühmtesten Musikerpersönlichkeiten Frankreichs: dem Organisten und Komponisten Marcel Dupré (1886-1971), dessen Todestag sich 2011 zum vierzigsten Mal jährt.
Dupré, der in Rouen das Licht der Welt erblickte, hatte bereits in jungen Jahren als Wunderkind die Aufmerksamkeit geachteter Pariser Organisten (unter ihnen auch Louis Vierne, damaliger Titulaire der Notre-Dame) auf sich gezogen. Bereits mit sechzehn Jahren trat er als Student ins Pariser Konservatorium ein, das er in den Fächern Klavier, Orgel und Komposition mit Auszeichnung absolvierte. Zu seinen Lehrern gehörte neben Alexandre Guilmant auch Charles-Marie Widor, damals Organist an der grossen Cavaillé-Coll-Orgel der Pariser Stadtkirche St-Sulpice.
Dupré gelang es, Zeit seines Lebens eine nahezu beispiellose Karriere als Orgelvirtuose zu verzeichnen, seine Konzerttourneen führten ihn um die ganze Welt. 1934 wurde er zum direkten Nachfolger seines Lehrers Charles-Marie Widor als Organist der grossen Orgel von St-Sulpice gewählt. Zuvor hatte er als Stellvertreter von Louis Vierne an der Kathedrale Notre-Dame gewirkt und Aufsehen erweckt. Später erlangte er auch als Pädagoge einen hervorragenden Ruf. Mit Persönlichkeiten wie Olivier Messiaen, Pierre Cochereau oder Jeanne Demessieux als Schüler kann er im besten Sinne als geistiger Vater einer ganzen Generation führender französischer Komponisten betrachtet werden.
Am Mittwoch, 24. August wird der Churer Domorgelsommer von Daniel Roth (Paris) eröffnet. Roth ist der jetzige Nachfolger Duprés und Widors als Organist an der grossen Orgel von St-Sulpice und gehört zu den bekanntesten Organisten der Gegenwart. Sein Programm „Dupré und seine Wegbereiter“ widmet sich Dupré und seinen Lehrern. Neben Werken von Dupré stehen auch Werke von Guilmant, Widor und Saint-Saëns auf dem Programm.
Am Sonntag, 28. August spielt der Churer Dommusikdirektor Andreas Jetter ein Programm mit Meisterwerken von Marcel Dupré (u. a. Prélude et fugue g-moll, Symphonie passion).
Wolfgang Seifen (Berlin), weltweit gefeiert als Improvisator, gastiert am Sonntag, 31. August mit einem aussergewöhnlichen Programm. Seifen, der wohl den Personalstil Duprés wie kein zweiter verinnerlicht hat, wird unter dem Motto „Nie gehört, nie geahnt“ verschiedene Werke im Stil Duprés improvisieren.
Den Abschluss bildet Colin Walsh, Organist der Kathedrale von Lincoln (England), der in sein Programm „Dupré und sein Vermächtnis“ auch Werke von Duprés Schülern und Zeitgenossen (Messiaen, Demessieux, Duruflé, Litaize) einschliesst. Das Abschlusskonzert findet am Sonntag, den 4. September statt, alle Konzerte beginnen um 20 Uhr.
Keine Kartenvorbestellung, Eintritt frei, Türkollekte
KONTAKTDETAILS
Dommusik Chur
Dommusikdirektor Andreas Jetter
Hof 14
7000 Chur
Tel. 079 / 961 62 39
E-Mail: dommusik-chur@gmx.ch